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Ein Stück Geschichte

Garküche um 1900

Die „Leutenberger Friedensspende“ wurde letztmalig im Jahre 1918 ausgegeben. Unsere Tante Marie erzählte noch davon, dass in den letzten Jahren sogar ein paar Pfennige für den Wein ausgezahlt werden mussten, da die Reblaus die Tauschwitzer Weinstöcke vernichtet hatte.

Am 7.Mai 1800 zählte die „Garküche“ zu den Opfern der Flammen eines Stadtbrandes. Das Haus brannte nieder, aber die Tradition der Familie Schmidt blieb erhalten. Schnell wurde auf den alten Fundamenten mit allen Materialien die zur Verfügung standen, ein neues Haus aufgebaut. Dass es schnell gehen musste, merkt man noch heute bei Renovierungsarbeiten. Aber so ein altes Haus hat auch seine Reize, man könnte manchmal meinen, es hat auch eine eigene Seele.

Bei dem Stadtbrand 1865 wurde das Haus verschont. Nur ein paar Häuser in der Straße brannten ab und so ergab sich die Gelegenheit, das wohl einmalige Ensemble von Marktbrunnen, Markt, Markttreppen, Stadtkirche und Friedensburg zu gestalten. Im Jahre 1882 kaufte Heinrich Hermann Schmidt vom alten Unbehaun das halbe Haus (rechts der Torfahrt). 1914 wurde darin der Fleischerladen der „Garküche“ eingerichtet. Zu Zeiten des Sozialismus musste dieser der Konsumgenossenschaft zwangsverpachtet werden und so sah es dann auch nach der Wende darin aus. Nach gründlicher Rekonstruktion ist dort seit 1991 das schmucke Blumengeschäft.

1887 wurde eigens zur Kühlung von Bier und Fleisch ein Teich am „Bodenacker“ angelegt. Im Winter wurde das Eis „gesägt“ und in den Eiskeller der „Garküche“ gefahren. Dort lag es oft bis Ende des folgenden Sommers und diente zur Kühlung. Den Teich gibt es heute noch unter dem Namen „Garkochs-Teich“ am Ortsausgang Richtung Wurzbach hinter dem Bahndamm.

In der „Garküche“ wurde bis 1906 eigenes Bier gebraut!